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Cean Da Shaill, der Kopf von zwei Meeren, so der gälische Name von Kintail, jener versteckten Halbinsel, die von den Fluten des Loch Long und Loch Duich umspült und damit vom restlichen Festland abgeschnitten wurde. Westlich der Kintail vorgelagerten Halbinsel Lochalsh erstreckt sich die Inselwelt der Hebriden während nördlich davon der rauhe Norden Schottlands seinen Anfang nimmt.

Dort, wo sich Loch Alsh und Loch Long mit Loch Duich vereinigen ragt eine Burg, mit dem Festland nur durch eine steinerne Brücke verbunden, weit in die scheinbare Sicherheit des Meeres. Es ist eine Burg, wie sie es in Schottland kein zweites Mal zu bewundern gibt und die stellvertretend für die Romantik und Dramatik des schottischen Hochlandes Besucher aus aller Welt magisch anzieht. Ob im Abendlicht schemenhaft mit der Gebirgskulisse der Cuillins auf Skye um die Gunst des Betrachters wetteifernd oder an einem stürmischen Tag vor dem dunklen Gebirgsmassiv von Kintail dämonisch aus den Fluten ragend, Eilean Donan Castle ist in jedem Fall ein atemberaubender Höhepunkt in einem, an solchen, nicht armen Hochland.

Im Loch Duich, benannt nach dem Bischof St. Dubhthach, der im 7. Jahrhundert auf der Insel Eigg zusammen mit fünfzig seiner Brüder von Piraten umgebracht wurde, befand sich am Ort der heutigen Burg bereits in der dunklen Vergangenheit Schottlands ein befestigtes rähistorisches Fort. Eilean Donan Castle ist die Restauration einer Burg aus dem 13. Jahrhundert , die von Alexander II zur Abwehr von Angriffen der Normannen erbaut wurde, die zu jener Zeit Herrscher über die Hebriden waren und das Festland auf ihren Raubzügen heimsuchten.

Von den Bergen und Schluchten Kintails im Rücken geschützt, konnte man hier seine ganze Verteidigung auf die Wasserwege konzentrieren.

Die Burg ging in den Besitz der MacKenzies von Kintail über, den sie, unter der Obhut der allierten MacRaes, bis zum ersten Jakobiteraufstand im Jahre 1719 ihr eigen nannten. Von den spanischen Verbündeten als Waffenlager genutzt stellte die Burg ein militärisch interessantes Ziel für die englischen Truppen dar. Im Jahr 1719 liefen drei Schiffe in den Loch Alsh ein und schossen die stolze Burg, die nur von einer Handvoll Spaniern besetzt war, zur Ruine und den Clan der MacKenzies in den Ruin.

Erst im Jahre 1932 wurde Eilean Donan Castle wieder zum Leben erweckt, um wie in den Tagen seiner ruhmvollen, aber auch so blutigen Vergangenheit den Zusammenfluß der drei Seen zu bewachen. Nachfahren des MacRae-Clans entschieden sich 1912 dazu, die mühevolle und 20 Jahre andauernde Arbeit zu starten, die Burg anhand alter Zeichnungen zu rekonstruieren.

Nordwestlich geht es weiter in die Einsamkeit des nördlichen schottischen Hochlandes, die nördlich des Loch Carron ihren Anfang nimmt.
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Eilean Donan Castle
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